Berliner Jungs OFC - Das Spiel ist aus, aus, aus - Hertha BSC

Das Spiel ist aus, aus, aus…: Hertha BSC : FSV Mainz 05

Das war es also, das letzte Spiel der Hertha im Jahr 2015 und ich muss sagen, selten habe ich ein solch dominantes Spiel unserer alten Dame bestaunen dürfen. Nicht nur das das 2:0 am Ende mehr als verdient war, schaut man sich die vergebenen Chancen in der 2. Halbzeit an, dann hätte sich Mainz über eine höhere Niederlage nicht beschweren dürfen.

Vor dem Spiel gab es wenig Überraschendes. Im Vergleich zum Pokalspiel unter der Woche kam nur Platte hinten Links wieder zum Zug, ansonsten durfte die selbe elf, die uns so souverän wie selten ins Viertelfinale des Pokal geschossen hatten, ran.

Und genau diese Konstanz in der Startaufstellung über die vergangenen Wochen spürte man von der ersten Minute auf dem Platz. Denn dort stand ein Team, von dem man immer mehr den Eindruck bekommen kann, sie verstehen sich blind. Der Gast aus Mainz bekam keinen Fuß auf den Boden und auch wenn man in den ersten Minuten es zumindest noch verstand, die Hertha durch eine straffe und enge Verteidigung vom Abschluss abzuhalten, so war bereits in der Anfangsviertelstunde zu erkennen, dass die Offensive an diesem Abend nicht viel auf die Beine stellen wird.

Und so war es nur folgerichtig, dass sich die Hertha nach und nach gute Chancen erspielen konnte. Doch erst in der 34. Minute sollte es sich auch durch zählbares auszahlen. Ein weiter Ball von Langkamp aus der Abwehr nach vorn. Ibisevic macht genau das, warum man ihn geholt hatte, er setzt sich unwiderstehlich gegen seinen Gegenspieler durch, sichert den Ball und steckt ihn auf den durchstartenden Darida durch. Dieser macht noch eine Körpertäuschung und versenkt die Kugel trocken aus rund 20 Metern ins linke Eck. Wenn das nicht nach Fußball aussah, was denn dann? Ganz großes Kino!

Die Hertha schaltete danach aber jetzt nicht, wie man vielleicht annehmen hätte können, einen Gang zurück. Nein, man versuchte sofort weiter den Weg nach vorn zu finden, setzte den Gegner weiter unter massiven Druck und auch wenn, abgesehen von einem Kopfball, nach einer Ecke, bei dem sich Gäste-Keeper Karius auch noch sehr unglücklich anstellte, man keine weiteren Großchancen erspielen konnte, so hatte man zu keinen Zeitpunkt den Eindruck, dass unsere Mannschaft auch nur im Ansatz einen Zweifel aufkommen lassen wird, wer das Spiel am Ende gewinnt.

Die zweite Halbzeit bot im Grunde das gleiche Bild. Mainz wollte oder konnte nicht, auch weil Hertha ihnen keinen Platz zur Entfaltung ließ und die alte Dame machte genau da weiter, wo die ersten 45 Minuten beendeten. Druck, Pressing, Angriff. Und so sollte es nur 9 Minuten bis der Drops gelutscht war, die Messe gelesen, dem Gegner wurde gezeigt, wo der Frosch die Locken hat. Traumpass von Ibisevic auf Kalou, der geht noch an einem Gegner vorbei, macht noch einen Schritt und verwandelt dann eiskalt, im Stile es Torjägers, aus rund 17 Metern ins untere rechte Eck. BÄM! Vor allem der Pass von Doppelt-Vorlagengeber Ibisevic auf Kalou war eine Augenweide. Etwas schneller, etwas spitzer, etwas unsauberer und Kalou hätte den Ball nie erreichen können, bzw. er wäre abgefangen worden. Grandiose Fussballkunst!

Auch jetzt, wo jeder im Stadion spürte, dass es an diesem Tag nichts mehr gibt, was auch nur im Ansatz anbrennen könnte, ruhte sich unser Team nicht auf der komfortablen Führung aus, sondern behielt das Heft des Handelns in der Hand. Am Ende kann man nur auf höchstem Niveau kritisieren, dass Ibisevic oder auch Haraguchi die Führung noch hätten ausbauen müssen. Aber jetzt werden wir mal nicht päpstlicher als der Papst, denn von den Gästen kam, abgesehen von einem Schuss auf die Latte – den Jarstein aber wohl sicher gehabt hätte – nichts mehr und auch so, war es einfach nur zum Genießen.

Zum Genießen war dann auch die ‚3. Halbzeit‘. Die Feier der Mannschaft vor der Kurve. Nach dem obligatorischen Weihnachtsgruß an alle Fans kamen unsere Helden der Hinrunde in die Kurve. Doch sie mussten warten, denn einer fehlte, der von den Fans frenetisch gefordert wurde. Der Vater des Erfolgs, Pal Dardai. Dieser stand noch bei einem bekannten Pay-TV-Sender zum Interview. Als er dann aber endlich in der Kurve war und sich, vollkommen zurecht, mit dem Team hat feiern lassen und in der Folge noch ein Atemberaubendes UFFTA durchs weite Rund geschallt ist, konnte wohl jeder anwesende Blau/Weiße in den wohl verdienten Weihnachts- und Winter-Urlaub gehen.

Kommen wir, wie immer, noch kurz zu den Zahlen des Spiels. Es soll ja Menschen geben, die auch nach einem solchen Spiel was zu meckern haben. Und da schließe ich mich mal an. Es kann ja nicht angehen, dass ein Team wie Mainz… ich meine Mainz… merkter was… also es kann ja nicht sein, dass die nach einem solchen Spiel gleich ganze 760 (!!!) Meter (!!!!!!) mehr gelaufen sind als unsere faulen Hunde! OK, Spaß bei Seite. Es ist tatsächlich so, dass das der einzige Wert ist, dem man den Gästen minimal zu Gute schreiben musste. Aber das kommt halt auch davon, wenn man dem Ball immer hinter her hecheln muss. Ansonsten hat die Hertha nicht nur jeden relevanten Wert für sich entschieden, einige Werte haben die Dominanz mehr als nur Unterstrichen. 60% Ballbesitz, 58% Zweikampfquote, 83% Passquote, 200 mehr gespielte Pässe, mehr Schüsse. Zahlen, die man so lange nicht gekannt hat und die, und das ist ein halbes Jahr nach einem Fastabstieg schon fast paranoid, wirklich Zahlen einer Spitzenmannschaft sind.

Nun geht es in die verdiente Winterpause. Verdient für die Spieler, fürs Trainerteam, für die Macher im Hintergrund, aber auch für uns Fans, die eine grandiose Hinrunde mit teilweise begeisternder Stimmung zu etwas besonderem gemacht haben. Es heißt für alle neue Kräfte zu sammeln und einfach mal zur Ruhe zu kommen um dann im neuen Jahr dort anzusetzen, wo man nun aufgehört hat. Es wird noch ein hartes Stück Arbeit und ich bin weit davon entfern meine bisherigen Saison-Ziele bereits heute markant zu verändern. Aber, und auch das gehört zu dieser Hinrunde dazu, ich sehe aktuell wenig Anlass zur Beunruhigung, dass es einen massiven Einbruch geben könnte, dazu scheint das Team mittlerweile zu gefestigt, dazu wurden zu viele Siege erspielt und nicht glücklich dahin gewurschtelt. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf die Rückrunde.

In diesem Sinne, euch allen eine schöne und ruhige Winterpause
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

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