Berliner Jungs OFC - Das Spiel ist aus, aus, aus - Hertha BSC

Das Spiel ist aus, aus, aus…: Hertha BSC : Bayer Leverkusen

Nach einer Woche Auszeit aus gesundheitlichen Gründen hier nun wieder meine Spielrückschau auf die vergangene Partie. Und nach der verdienten, wenn auch spielerisch nicht schlechten, Niederlage in München konnte unser Team wieder auf die Erfolgsstraße einbiegen und sammelte die Punkte 24 bis 26 in dieser bisher so erfreulichen Hinrunde.

Im Vergleich zum Spiel beim Rekordmeister baute Dardai das Team auf einer Position um. Für den gelb gesperrten Langkamp kam Mitchel Weiser, nach überstandener Sprunggelenksverletzung, zurück ins Team, Lustenberger ging dafür zurück in die Verteidigung. Ansonsten vertraute der Trainer dem restlichen Team, soll heißen, auch weiterhin dem jungen Rägesel und der Doppelspitze mit Kalou und Ibisevic.

Und Hertha startete wie die Feuerwehr. Extrem großer Druck auf den Gegner mit immer wieder überfallartigen Angriffen. Und das sollte sich bereits in der 7. Minute auszahlen. Einwurf von der rechten Seite und dann ging es ganz schnell, über Darida, Skjelbred und Ibisevic kommt der Ball erneut zu Darida, der aus ca. 10 Metern den Ball ganz überlegt vorbei an Leno zur Führung einnetzte. Man sah das nach Fußball aus, ab und an glaube ich immer noch, dass ich träume.

Hertha blieb auch in der Folge die giftigere Mannschaft und in der nächsten Szene, die potentiell hätte führ Gefahr sorgen können, gab es rot, für Leverkusen, für Bönisch. Weiter Ball auf die rechte Seite zum freien Rägesel, Bönisch kommt angeflogen, senst den jungen Verteidiger rigoros um und sieht dafür rot. Im Stadion habe ich gesagt, dass es hier nur rot geben kann. Nach Betrachtung der Fernsehbilder hätte man wohl eine dunkelgelbe Karte noch vertreten KÖNNEN. Aber, wer in dieser Geschwindigkeit, mit getrecktem Bein und offener Sohle in den Gegenspieler springt, der geht ein hohes Risiko ein, den Spieler verletzen zu können. Dass Bönisch hier Rägesel am Ende ‚nur‘ mit dem abgewinkelten Bein abräumt darf zwar berücksichtigt werden, die hohe Gefahr einer Verletzung MUSS jedoch auf jeden Fall bedacht werden.
Dass man im Nachhinein dem jungen Verteidiger Schauspielerei vorwirft grenzt an Lächerlichkeit. Er wird getroffen, auch wenn es nur das abgewinkelte Bein war, so wird das Standbein immer noch mit einer gewissen härte weggezogen. DAS TUT NUN EINMAL WEH, liebe Leverkusener! Hier will man das Opfer zum Täter machen. Es tut mir leid, aber genau DAS ist unsportlich, nicht das vielleicht etwas starke wälzen am Boden. Wir dürfen ja nie vergessen, das Rägesel in der Folge erst mal einige Zeit behandelt werden musste.

Die rote Karte tat unserem Spiel im Übrigen überhaupt nicht gut. Leverkusen war auf einmal angestachelt und unsere Verteidigung ein wenig zu sorglos. Und das sollte sich in der 29. Minute rächen. Über 3-4 Stationen können sich die Gäste durch kombinieren und am Ende war es Chicharito, die kleine Erbse, der völlig freistehend vorbei an Jarstein einschieben konnte. Hier hat man sich in Überzahl zu einfach auskombinieren lassen. Erst danach bekam man wieder ein wenig mehr Kontrolle über das Spiel und konnte mit dem Unentschieden in die Pause gehen.

Die zweite Halbzeit konnte an Tempo und Spielfreude nicht an weite Teile des ersten Durchgangs anknüpfen. Den Gästen merkte man die Unterzahl an und Hertha konzentrierte sich vermehrt auf die Kontrolle des Spiels und etwaige Konter. Und so war es nur folgerichtig, dass die Entscheidung nach einem Standard gefallen ist. Es war bereits die 7. Ecke, die Plattenhardt in dem Fall von der rechten Seite in den Strafraum gehoben hatte, als in der 60. Minute Brooks den Ball wuchtig und platziert in die Maschen köpfte. Das erste Tor nach einer Ecke in dieser Saison, daher flachste ich im Stadion direkt vor dieser Ecke, dass dabei eh nichts rauskommen würde. Hach, ich liebe es, wenn ich mich einfach mal so extrem täusche.

Das Spiel danach war vor allem von kopflosen Angriffsversuchen der Gäste und inkonsequenten Konterversuchen unserer Elf geprägt. Wirklich große Aufregung gab es nur noch einmal in der 76. Minute, als Ibisevic klar elfmeterreif von den Beinen geholt wurde. Bereits der 6. (!!!) Elfmeter, den man unserem Team in dieser Saison verwehrt hat. Zum Glück hatte diese Fehlentscheidung, die die Leverkusener in ihrer Fairplay-Betrachtung im Übrigen schön ausgelassen haben, keine weiteren Auswirkungen. Denn auch so konnte das knappe, aber verdiente 2:1 über die Runden gebracht werden.

Schauen wir auf die Zahlen des Spiels fällt als erstes vor allem der Ballbesitz auf. Natürlich auch durch die frühe rote Karte begünstigt, hatte Hertha fast 57% Ballbesitz. Und man muss sagen, mal abgesehen von der Viertelstunde nach der roten Karte, konnte man mit diesem Ballbesitz über weite Phasen auch konstruktiv etwas anfangen. Wenn auch häufig am Ende zu unsauber, spielte das Team geduldig und brachte sich so selten durch innere Hektik in Schwierigkeiten. Auch hier sieht man eine klare Entwicklung. Im vergangenen Jahr hätte man mit einer solchen Situation wie sie sich am Samstag ergab, wohl noch mehr Probleme gehabt.

Die Passquote war mit 82% erneut erfreulich hoch, 10 zu 8 Torschüsse und 8 zu 2 Ecken haben auch klar für unserer Team gesprochen. Auch die 115km Laufleistung waren wieder aller Ehren wert. Einzig bei den Zweikämpfen musste man sich mit 47 zu 53% dem Gegner ‚geschlagen‘ geben. Aber hier kommt mal wieder der Fakt ins Spiel, dass das Verteidigen einfach viel leichter ist als einen Offensivzweikampf zu gewinnen.

Am Ende ein zwar knapper, aber vollkommen verdienter Sieg und endlich ein Dreier gegen ein vermeidlich nominell besseres Team. Nächste Woche geht es dann nach Darmstadt, wo Ex-Herthaner wie Niemeyer und Wagner sicherlich auf ‚Rache‘ für ihren nicht so schönen Abgang aus Berlin sinnen. Gegen den Aufsteiger werden dann vor allem Tugenden wie Kampf und Leidenschaft von Nöten sein, denn die Hessen haben bereits einige Teams, zu Letzt im Derby die Eintracht, mit ihrer nicht schönen, aber sehr effektiven Spielart, zur Verzweiflung gebracht.

In diesem Sinne, noch 2 Spiele bis zu Winterpause
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

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