Das Spiel ist aus, aus, aus…: Hertha BSC : TSG Hoffenheim 1:0

Hallo Freunde, da bin ich mal wieder. Anfangen will ich diesmal nicht mit dem Spiel, ich muss noch einige Worte zu den vergangenen Wochen verlieren. Eigentlich hatte ich während der Länderspielpause 1-2 Artikel geplant. Die Geschehnisse in der Welt, und damit meine ich explizit nicht nur das, was in Paris passiert ist, machen einen dann doch sehr nachdenklich und lassen den Fußball, zumindest zwischenzeitlich, doch sehr in den Hintergrund rücken. Es ist schrecklich, was in den vergangenen Wochen weltweit passiert ist und meine Gedanken waren und sind bis heute bei den unzähligen Angehörigen, die geliebte Menschen verloren haben. Für mich haben die Anschläge weltweit vor allem eine Konsequenz, dass ich noch mehr an die Menschlichkeit in uns allen appelliere. Denn FÜR MICH ist klar, wir können diese Geschehnisse nur miteinander, nicht gegeneinander, überwinden. Daher kann es für uns als als Fanclub, der sich für ein weltoffenes, gutes Miteinander unter allen Menschen einsetzt, auch nur eine Devise geben. Menschenverachtende Beiträge, egal aus welchem Lager, egal mit welchem Gedankengut, werden auf dieser Seite auch weiterhin ohne wenn und aber entfernt. Ach, und bevor ich es vergesse, Terroristen sind IMMER Arschlöcher, egal von wo sie kommen, egal an was sie denken zu glauben! Danke für die Aufmerksamkeit, kommen wir zum Fußball.

Der 13. Spieltag stand also unter ganz besonderen Vorzeichen, das machte sich bereits vor dem Spiel mit den verschärften Sicherheitsmaßnahmen bemerkbar. Und trotzdem lief alles rund und das Spiel konnte, nach der Schweigeminute für die Terroropfer, pünktlich angepfiffen werden. Pünktlich mit dem Beginn fing es auch an zu schneien. Das erste Mal in diesem Winter in Berlin. Und dieser Schnee sollte das Spiel maßgeblich beeinflussen.

Die Hertha kam nämlich mit der weißen Pracht, die Phasenweise in solchen Massen herunter kam, dass man das Tor auf der anderen Seite kaum noch erkennen konnte, und den entsprechenden Platzverhältnissen in der ersten Halbzeit viel besser klar. Die Gäste taten sich unheimlich schwer ins Spiel zu kommen und waren über weite Strecken ein besserer Trainingsgegner. Leider gelang es der Hertha aus der drückenden Feldüberlegenheit viel zu selten mal klar vor das gegnerische Tor zu spielen. Und so Stand nach 30 Minuten gerade einmal eine Halbchance durch Kalou auf dem Zettel, die er jedoch weit neben das Tor setzte.

So war es fast folgerichtig, dass die Führung – und wie wir heute wissen das Siegtor – nach einem Standard fallen musste. Freistoß von der rechten Seite, Plattenhardt schlägt diesen scharf in den Strafraum, wo der Hoffenheimer Polanski mit dem Kopf den Ball über den Innenpfosten ins eigene Tor bugsierte. Dass es dabei der Hilfe der Torlinientechnik bedurfte ist eine Randnotiz unter dem Motto, ja, sie funktioniert auch in Berlin. Der Rest des ersten Durchgangs ist dann schnell erzählt, Hertha wollte nicht mehr wirklich, Hoffenheim konnte nicht mehr. Alle wollten wohl schnell in die Kabine, sich umziehen und ein Heißgetränk zu sich nehmen.

Der zweite Durchgang stand unter anderen Vorzeichen. Herthas Dominanz schien von den Helfern, zusammen mit dem Schnee, in der Pause vom Platz geschafft worden sein. Denn auf einmal spielte nur noch Hoffenheim und die Hertha ließ sie, zumindest bis ca. 30 Meter vor dem eigenen Tor, auch gewähren. Warum Hoffenheim in diesem Jahr jedoch ganz unten in der Tabelle steht hat man hier auch sehr gut erkennen können. Wirkliche Gefahr hat das Team viel zu selten ausgestrahlt. Und bis auf einige wenige mehr oder weniger klägliche Versuche – die beste Chance hatte Vargas in der 80. Minute, sein Kopfball ging jedoch rund ein Meter beben das Tor – war die wirkliche Torgefahr überschaubar. Und so war es fast bezeichnend, dass die gefährlichste Situation der Gäste durch den ansonsten überragenden Brooks wenige Augenblicke vor Spielende entstand, als dieser einen geklärten Ball nur knapp neben den eigenen Pfosten setzte.

Defensiv eine Wand, offensiv war das im zweiten Durchgang von der Hertha ganz mau. Kalou, der in Hannover noch der Held war, war diesmal ein Faktor Null. Das lag aber vor allem auch an seinen Mitspielern, die ihn viel zu selten mit eingebunden haben, was 23 Ballkontakte in 90 Minuten belegen. Generell war das umschalten von Defensive auf Offensive diesmal eher schwach, was auch daran gelegen haben mag, dass Darida zu offensiv aufgestellt war und somit als Verwalter nicht präsent war. Hier sollte man noch einmal eine genaue Analyse betreiben.

Es bleibt ein Sieg, und soweit ich weiß auch ein Rekord. Hertha ist wohl das erste Team der Bundesliga-Geschichte, welches ohne eigenen Schuss auf den gegnerischen Kasten ein Spiel gewonnen hat. Die restlichen Zahlen zeigen eine sehr ausgeglichene Partie, halt mit Vorteilen für die Hertha im ersten und für die Gäste im zweiten Durchgang. Laufdistanz, Sprints und Ballbesitz gingen knapp an die Gäste, Passquote und Zweikämpfe knapp an die Hertha.

Hertha verweilt somit auf dem 4. Platz und schafft immer weiteren Abstand nach unten. Auf die direkten Abstiegsplätze sind es nun 14 Punkte Vorsprung, interessanter Weise sind das genau so viele Punkte wie der Tabellenführer, der nächste Gegner Bayern München, Vorsprung hat. Hätte schon etwas lustiges, wenn dieser Abstand am kommenden Wochenende schmelzen würde, auch wenn es sehr sehr unwahrscheinlich ist, so ehrlich müssen wir wohl sein.

Ich hoffe, dass der Fußball weltweit nach den schlimmen und ereignisreichen Vorwochen wieder zur Ruhe kommen kann und nicht mehr als Spielwiese für durchgeknallte Irre missbraucht wird. Ist doch unser aller Hobby eine Möglichkeit in dieser Welt, wo nicht immer alles perfekt ist, wo man auch mal Sorgen, Nöte und Ängste hat, auf andere Gedanken zu kommen. Das dürfen wir uns nicht wegnehmen lassen.

In diesem Sinne, HaHoHe
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

Dieser Artikel ist eine Meinung des Autors und muss nicht zwingend in Gänze die Meinung des gesamten Fanclubs vertreten.

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