Das Spiel ist aus, aus, aus…: Hannover 96 : Hertha BSC

Freitagabend, 22:22 Uhr, 20 Punkte, 3 Tore vom Turbanstürmer, my heart goes schalalalalala. Muss man mehr zu diesem Spiel sagen? Wer mich kennt weiß, ja, das muss man. Denn nach zuletzt drei Spielen, von denen man zwar 2 Spiele gewinnen konnte, spielerisch jedoch einiges schuldig blieb, konnte man dieses Mal die Punkte wieder zurecht einfahren.

Die erste Überraschung gab es schon vor dem Spiel. Nicht nur JayJay Brooks kehrte nach einiger Wartezeit mal wieder in die Startaufstellung zurück (Lusti rückte dafür eine Position weiter nach vorn), vor allem das Startelf-Debut für Yanni Regäsel sorgte bei dem ein oder anderen sicherlich für überraschte Blicke. Und der 19jährige mit der Trikotnummer 39 sollte am Ende einer der großen Gewinner sein, vor allem, weil man aus dem Nachwuchs bis vor kurzem eher Namen wie Mittelstädt, Kohls oder Kauter für einen Einsatz im ersten Team auf dem Zettel hatte. Mitchel Weiser rückte, durch die Hereinnahme von Regäsel eine Position weiter nach vorn in die heutige Offensiv-Reihe.

Generell ist Hertha gestern mit einem 4-3-3 System aufgelaufen, in dem die drei Mittelfeldspieler Darida, Skjelbred und Lustenberger vollkommen freie Elemente waren. Alle drei rochierten immer wieder durch und machten die Mitte immer wieder dicht und somit das Durchkommen für die Gastgeber extrem schwer.

Und so war es auch wenig verwunderlich, dass die Hauptstädter besser in die Partie gekommen sind. Zwar versuchte Hannover es den Galdbachern aus der Vorwoche ein wenig gleich zu machen und probierten es mit einem phasenweise starken Pressing, doch merkte man hier bereits den großen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Teams, denn anders als sechs Tage zuvor konnte sich die Hertha gestern ohne Probleme vor kritischen Situationen bewahren. Vor allem der junge Regäsel tat sich in dieser Phase hervor, in dem er jeden Angriff, der über seine Seite kam, im Keime erstickte und sogar Zeit fand um sich in der Offensive mit einzubinden.

Die ersten Chancen des Spiels gingen dann auch aufs Konto der Berliner, die sich jedoch in Persona von Haraguchi (2x) und Darida noch nicht konsequent genug durchsetzen konnten. Besser machte es dann in der 33. Minute der Ivorer Stürmer mit dem Turban – nach Platzwunde gegen Gladbach – Salomon Kalou. Gerade in die erste etwas druckvollere Phase der Gastgeber spielt Hertha einen blitzsauberen Konter zur Führung.

Kalou selber leitete dieses Tor mit einem gewonnenen Zweikampf im Mittelfeld ein und dann ging es ganz schnell. Über den starken Darida kam der Ball zu Haraguchi, der den Ball nach vorn getrieben hat und dann im richtigen Moment den Ball zum durchgestarteten Kalou passte. Dass die Hannoveraner Abwehr sich dann mehr als ungeschickt angestellt hat soll nicht mehr unser Problem sein, denn Kalou konnte den Ball bedrängt annehmen und dann gegen zwei Gegenspieler durch die Beine von einem an Torwart Zieler vorbei ins Tor verwandeln.

In der Folge waren die Gastgeber ein wenig geschockt und erst kurz vor der Pause kamen sie noch einmal ein wenig gefährlicher auf, konnten aber nur mit einem Schuss von Kiyotake, der knapp das Tor verfehlte, für eine gefährliche Situation sorgen. Mit der verdienten Führung ging die alte Dame in die Kabine.

Die zweite Halbzeit startete mit mehr Druck der Hausherren. Man merkte dem Team an, es will sich gegen die drohende Niederlage stemmen. Man merkte dem Team aber auch die fehlende Qualität an. Nur selten stellte man die stabile Defensive der Berliner vor wirklich knifflige Aufgaben und einer dieser Szenen sollte direkt zum 2:0 in der 60. Minute führen.

Der ansonsten sehr sichere Brooks schlug im eigenen Strafraum am Ball vorbei und sorgte so für Unruhe in der Defensive. Langkamp konnte dann jedoch vor einem Hannoveraner klären und wieder ging es ganz schnell. Mit One-Touch Pässen von Weiser und Darida wurde Kalou freigespielt, der allein aufs gegnerische Tor zulaufen konnte. Und da auch die Innenverteidiger der Niedersachsen nicht zu den Sprintern gehören konnte der Ivorer nicht mehr eingeholt werden und verwandelte eiskalt vorbei an Keeper Zieler.

Noch gaben sich die Gastgeber jedoch nicht geschlagen und versuchten es jetzt schon fast mit wütendem Angriff. Und das sollte dann auch in der 70. Minute belohnt werden. In dieser Phase ließ die alte Dame die Heimmannschaft ein wenig zu viel Platz und so konnte Andreasen einen Pass in den Strafraum auf den gestarteten Bech spielen, den Plattenhardt nur noch mit einem Foul stoppen konnte. Folgerichtig gab es Elfmeter welcher von Kiyotake sicher verwandelt wurde.

Wer jetzt jedoch die Befürchtung hatte, die Gäste würden einbrechen sah sich schnell getäuscht. Es kam wieder mehr Linie ins Spiel und die Sicherheit kam zurück. Bis auf einen abgefälschten Schuss von Sane, der Keeper Jarstein vor keine große Herausforderung stellte, sollte keine Gefahr mehr aufkommen. Im Gegenteil, in der 87. Minute setzte erneut Kalou, mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga, den Schlusspunkt.

Weiser drang zuvor in den Strafraum ein und wurde, etwas ungestüm und unnötig von Sane am Schienbein getroffen und auch hier musste die Konsequenz Strafstoß heißen. Diesen verwandelte Kalou ebenfalls relativ sicher zur Entscheidung. 6 Minuten später war das Spiel vorbei und Hertha fuhr die nächsten Punkte ein.

Schauen wir wie immer noch kurz auf die Zahlen. Als Gast konnte Hertha mit 12 Torschüssen gleich 5 mehr abgeben als die Gastgeber. Noch überragender war die Zweikampfquote, wo man sich mit 59,7% zu 40,3% klar durchsetzen konnte. In der Passquote (79,9% zu 79,6%), dem Ballbesitz (50,4% zu 49,6%) und der Laufstrecke (114,6 zu 114,3) waren die Hausherren nur minimal, auf keinen Fall spielentscheidend, besser.

Nach der nun anstehenden Länderspielpause, in der es für Jarstein und Skjelbred gegen Dardai‘s Ungarn und für Ibisevic mit Bosnien gegen Irland um alles geht, steht in der Bundesliga das Heimspiel gegen die bisher überraschend schwachen Hoppenheimer an. Mit der Leistung von heute muss man sich hier auch nicht verstecken.

In diesem Sinne, die Hälfte des Weges ist bereits geschafft
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

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