Berliner Jungs OFC - Das Spiel ist aus - FC Ingolstadt : Hertha BSC

Das Spiel ist aus, aus, aus…: FC Ingolstadt : Hertha BSC

Was ein dreckiger, glücklicher Sieg. Aber schon nächste Woche wird keiner mehr danach krähen, denn am Ende zählen nur die 3 Punkte auf der Habenseite. Und nach dem man letzte Woche in den letzten Minuten den schon fast sicher geglaubten Punkt noch abgegeben hat, hat man diese Woche dem Ansturm des Gegners stand halten können. Teilweise sicherlich mit Glück, über weite Phasen jedoch auch durch eine stabile, konsequente Abwehrleistung.

Vor dem Spiel gab es, im Vergleich zum Auftritt in Gelsenkirchen, zwei Änderungen. Stocker kam für Cigerci auf dem linken Flügel und Baumjohan, für den gesperrten Ibisevic, in die Mannschaft. Eigentlich ein klares Zeichen, dass man beim Aufsteiger sich nicht verstecken will. Doch war es der Gastgeber, der von der ersten Minute an die aktivere Mannschaft auf dem Platz war.

Und so war die Szene in der 10. Minute auch nicht unbedingt so zu erwarten. Flanke von Plattenhardt in den Strafraum, Kalou per Kopf in die Mitte, von wo der Ball über Umwege an die Strafraumkante kommt, wo der heraneilende Weisen den Ball trocken, leicht abgefälscht von einem Ingolstädter, in lange Eck bugsiert. Die frühe, etwas glückliche Führung.

In der Folge taten sich die Gastgeber ein wenig schwer und brauchten etwas um wieder zu ihrem Spiel zu finden. Nach einigen Minuten kam die Maschinerie des Heimteams aber wieder in Schwung und sie bauten mit ihrem aggressiven Pressing unheimlich viel Druck auf die Hertha-Verteidigung auf. In dieser Phase handelten sich auch die beiden Innenverteidiger Langkamp und Lustenberger gelbe Karten ein. Hertha konnte in dieser ersten Halbzeit nur noch einmal durch Chancen von Darida (21. Minute) und Kalou (32. Minute) gefährlich vors gegnerische Tor kommen.

In der 40. Minute hatte Hertha dann richtig Glück. Denn Skjelbred wehrte einen Schuss aus dem Rückraum mit dem Oberarm ab. Da er dabei eine aktive Bewegung mit dem Oberkörper zum Ball machte und somit bewusst den Arm in die Schussbahn bewegte, hätte man sich hier, trotz angelegtem Arm, über einen Pfiff nicht beschweren dürfen. Schwein gehabt. So ging es mit einer knappe Führung in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang bekam das Team aus der Hauptstadt dann im Grunde keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Angriff um Angriff rollte auf den Sechzehner der Berliner zu und es war der größtenteils stabilen Abwehr, aber auch fehlender letztes Konsequenz der Gastgeber zu verdanken, dass man sich kein Tor mehr eingefangen hat. Denn bis auf einen Fernschuss (84. Minute) und einen Schuss aus spitzem Winkel (92. Minute) musste Keeper Jarstein sich nicht auszeichnen und seine Vordermänner konnten alle gefährlichen Hereingaben und Kombinationen unterbinden.

Erwähnenswert wäre da ja noch die 78. Minute. Ich gebe ja gern zu, ich bin kein großer Fan von Jens Hegeler. Vor allem an gute Auftritte mit offensiver Aufgabe kann ich mich von ihm nicht erinnern. Was jedoch hier, eine Viertelstunde vor Schluss, passiert ist, ist unbegreiflich. Nach mustergültiger Vorlage von Kalou hatte er freie Bahn, ging noch relativ souverän am gegnerischen Keeper vorbei, ließ sich dann jedoch wohl zu sehr vom heraneilenden Abwehrspieler beeindrucken, so dass er seinen Schuss vom Strafraumrand neben das vollkommen leere Tor gesetzt hat. Hier darf es keine zwei Meinungen geben, den MUSS er machen, dann wäre der Drops wohl gelutscht gewesen.

Alles in allem war der Sieg am Ende glücklich, Pessimisten würden vielleicht sogar sagen, er wäre unverdient gewesen. Auf der anderen Seite hat man größtenteils sehr geschickt und clever verteidigt und anders als letzte Woche, nicht durch zu naive Offensive die Punkte riskiert. Man kann also auch sagen, der Lernprozess nach letzter Woche hat bereits gegriffen.

Schauen wir noch kurz auf relevante Zahlen aus dem Spiel. Die optische Überlegenheit der Gastgeber lässt sich durch mehr Ballbesitz (51,4% zu 48,6%), mehr Torschüsse (18 zu 5) und mehr Laufleistung (120,5km zu 118,1km) Belegen. Auch 26 zu 5 Flanken spreche eine mehr als deutliche Sprache. Lediglich bei den Zweikämpfen konnte die Hertha mit 54,3% zu 45,7% punkten. Dass solche Zahlenspiele am Ende jedoch auch schnell mal hinfällig sind, hat man heute gesehen, denn die Effektivität vor dem Tor hatte nur unsere alte Dame.

Alles in allem also ein dreckiger Sieg. Diese 3 Punkte kann uns niemand mehr nehmen. Durch diesen Erfolg kann man seine Position im oberen Tabellendrittel halten und den Abstand nach unten weiter ausbauen. Wie Dardai nach dem Spiel gesagt hat. Ziel ist und bleibt das Erreichen der 40 Punktegrenze, je Früher desto besser. Und während man in der jüngeren Vergangenheit solche Spiele am Ende gern noch weggeworfen hat, hat man heute mit Teamgeist, Kampf und Willen die 3 Zähler festgehalten.

In diesem Sinne, nächste Woche endlich wieder ins Wohnzimmer
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

Leave a Reply

ăn dặm kiểu NhậtResponsive WordPress Themenhà cấp 4 nông thônthời trang trẻ emgiày cao gótshop giày nữdownload wordpress pluginsmẫu biệt thự đẹpepichouseáo sơ mi nữhouse beautiful

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen