Berliner Jungs OFC - Das Spiel ist aus, aus, aus - Hertha BSC

Das Spiel ist aus, aus, aus…: Gelsenkirchen : Hertha BSC 2:1

Was für eine bittere Niederlage. Über 70 Minuten in Unterzahl, 10 Minuten vor Ende mit der Chance auf die Führung und dann das entscheidende Gegentor in der 92 Minute. Und trotzdem kann man fast von einem moralischen Sieg sprechen. Denn das, was unsere alte Dame vor allem in der zweiten Halbzeit auf den Platz gebracht hat, war ganz großes Kino.

Aber der Reihe nach. Die Startaufstellung unseres Teams wurde, nach dem 3:0 gegen den HSV vor zwei Wochen, nur in der Innenverteidigung umgebaut. Hier ersetzte der wieder genesene Lamgkamp Niclas Stark, welcher noch an den Nachwirkungen der Adduktorenverletzung zu knabbern hat. Ansonsten vertraute Coach Dardai den Spielern, die zuletzt so stark aufspielten.

Das Spiel war von der ersten Minute nicht hochklassig, aber intensiv, das zeigten auch die frühen gelben Karten auf beiden Seiten. Und auch wenn die Gastgeber mehr für Spiel machten, so hatte man auf Seiten der Hertha wenig Mühen mit dem, was man ihnen vorsetzte. Das sollte sich jedoch in der 18. Minute ändern. Denn ab sofort musste man in Unterzahl agieren.

Kurz hinter der Mittellinie ließ sich nämlich der Held aus dem HSV-Spiel, Vedad Ibisevic zu einem vollkommen unnötigen Foul hinreißen. Er kam von schräg hinten einfach viel zu spät und grätschte Meyer vollkommen übermotiviert um. Ich habe mir die Szene mehrfach angesehen. Für mich ist es keine Fahlentscheidung, aber durchaus hart. Meyer kreuzt den Weg von Ibisevic in vollem Tempo, dieser scheint zu glauben an den Ball kommen zu können und grätscht rein. Durch das Tempo sieht es sehr spektakulär aus. Und da er auch so spät kommt, kann man die Rote auch vertreten. Da es, klammert man mal das Tempo aus, kein grobes Foul war, hätte man es auch mit Gelb und einer klaren Ermahnung belassen können. Aber am Ende wurde hier die Dummheit des Foul bestraft, denn hier gab es keinen Grund so risikoreich einzusteigen. Es war ein Bärendienst für das Team.

Denn Hertha war nach der roten Karte angeknockt. Und das sollte sich 9 Minuten später rächen. Ecke von der linken Seite für den Gastgeber, in der Mitte kann sich Höwedes problemlos gegen Plattenhardt durchsetzen und ohne Gegenwehr einköpfen. Das vermeidliche Foul, welches einige an Lustenberger gesehen haben, gab es in meinen Augen nicht. Das war ein normaler Kampf gegen DiSanto um die Position, in der Lusti ohne zu erkennbaren Grund zu Boden geht.

Danach passierte nicht mehr viel bis zu Halbzeit. Hertha konnte sich ein wenig fangen und die Gastgeber machten nicht den Eindruck, als wolle man nun auf Teufel komm raus die Führung ausbauen. Zur zweiten Halbzeit wechselte dann Dardai Baumjohan für Cigerci rein in der Hoffnung, dass der Regisseur mit einem Geistesblitz für Gefahr sorgen könnte.

Der Start der zweiten Halbzeit gehört wieder den Gastgebern. Doch diese ließen gleich mehrere hochkarätige Chancen aus und nach und nach kamen die Berliner besser ins Spiel. In der 66. Minute gab es dann den ersten Aufreger vor dem Tor von Gelsenkirchen. Hertha konnte sich recht ansehnlich in den Strafraum kombinieren, wo Kalou den Ball auf Weiser ablegte, welcher mit einer Direktabnahme leider nur den Pfosten traf.

Nur 7 Minuten später klingelte es dann. Hertha trieb den Ball über die rechte Seite nach vorn, Kalou schickte Weiser auf den Flügel raus, diese flankte butterweich in die Mitte, wo der eingestartete Kalou am langen Pfosten relativ freistehend einköpfen konnte. Ein zu dem Zeitpunkt durchaus glücklicher, aber nicht unverdienter Ausgleich.

Nur 10 Minuten später, der Ausgleich hatte noch Wirkung beim Gastgeber, gab es die Riesen-Chance zur Führung für die Hertha. Freistoß von der rechten Seite den Plattenhardt scharf in den Strafraum zog. Dort stand Lustenberger auf einmal sehr frei und verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf aufs Tor, doch Keeper Fährmann packte die Weltkasseparade aus und konnte den Ball mit einer Hand noch rausfischen.

In der Folge warfen die Gastgeber alles nach vorn. Keeper Jarstein, der heute mehrfach ein wenig flatterte, konnte noch eine Großchance von Meyer entschärfen, aber in der 92. Minute sollte der große Nackenschlag folgen. Unser Team war, für den Spielstand und den Fakt, dass man in Unterzahl war, wohl ein wenig zu offensiv, der Konter des Gastgeber läuft. Sané bekommt den Ball, umkurvt Keeper Jarstein und lässt sich dabei nicht fallen, legt mustergültig auf Meyer zurück, der aus rund 5 Metern nur einschieben muss. BITTER BITTER BITTER!!!!

Kurz danach ist das Spiel vorbei. Es bleibt eine wirklich unnötige und, ich kann es nicht oft genug sagen, bittere Niederlage. 90 Minuten gekämpft, davon über 70 Minuten in Unterzahl. Trotzdem in der 2. Halbzeit mir Groß-Chancen, sogar zur Führung, doch am Ende sollte es einfach nicht sein. Die späte Niederlage ist natürlich nicht unverdient, da die Gastgeber, auch auf Grund der nummerischen Überzahl, einfach mehr fürs Spiel getan haben. Die Hertha hätte sich mit ihrem aufopferungsvollen Kampf die Punkteteilung jedoch auch redlich verdient.

Was bleibt ist Stolz. Stolz auf unser Team, welches sich gegen einen Top-Gegner auch in Unterzahl nicht versteckt hat und auf seine Chancen gelauert hat. Das zweite Gegentor war, und das hatte Coach Dardai direkt nach dem Spiel auch treffen analysiert, einfach einer gewissen Naivität geschuldet. Wer sich in Unterzahl einen Ausgleich erkämpft, der muss nicht mit aller Macht auf den Sieg spielen. Der darf sich auch mit einem Punkt zufrieden geben und sollte demnach hinten alles dicht machen.

Aus dieser Niederlage wird das Team lernen. Vom Einsatz, selbst von den spielerischen Ansätzen, muss, kann und darf man niemandem einen Vorwurf machen. Und genau daran kann man sich nun, trotz aller Enttäuschung über die späte Niederlage, wieder aufrichten. Wer so bei einem der Top-Teams der bisherigen Saison auftritt muss sich vor den kommenden Gegnern ganz sicher nicht verstecken. Und dann wird man sich für seinen Kampf auf wieder mit zählbarem belohnen.

In diesem Sinne, gut gekämpft Männer
Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC

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