Berliner Jungs OFC - Der Zwischenruf - Hertha BSC

Der Zwischenruf: Warum mögen wir Schalke eigentlich nicht…

Hallo Hertha Fans, heute habe ich mir mal keine Gedanken gemacht, sondern möchte eine kleine Geschichtsstunde abhalten. Denn viele heutigen Hertha-Fans wissen, warum wir Stuttgart nicht mögen (der Feind meines Freundes ist mein Feind). Viele hassen die Bayern (den Branchen-Primus darf man einfach nicht mögen). So gut wie alle haben ihre Gründe Union zu verabscheuen. Doch den Unmut Gelsenkirchen gegenüber haben viele ‚vererbt‘ bekommen, ohne je die wahren Gründe  erfahren zu haben. Dem möchte ich heute nachgehen.

Hertha BSC Berlin gegen Gelsenkirchen. Ein Spiel voller Brisanz. Doch warum eigentlich. Viele der Leser hier waren beim Auslöser dieser Fehde noch nicht einmal auf der Welt, deshalb möchte ich heute einmal einen kleinen Blick in die Historie werfen und denen, die nicht wissen um was es denn nun wirklich geht, ein wenig Licht in ihr Dunkles bringen.

Wir schreiben die Saison 1970/1971, die Saison des großen Bundesligaskandals. Wer sich hier nicht wirklich mit auskennt, der kann an dieser Stelle einiges dazu nachlesen. Wer sich nun informiert hat, der weiß, dass sowohl die Hertha, als auch Gelsenkirchen mit mehreren Spielern direkt in den Skandal involviert waren.

Soviel zur Vorgeschichte, kommen wir nun zu dem Auslöser, warum der Verein aus Essen-Nord nun ein rotes Tuch für viele Anhänger der alten Dame bis in die heutige Zeit ist. Wir springen nun also eine Saison weiter in die Spielzeit 71/72. Die Bundesliga und die Republik befinden sich noch in einer Art Schockstarre. Die Aufarbeitung der Geschehnisse ist in vollem Gange, da kommt es am 15. Dezember 1971 zu erstrunden DFB-Pokalspiel zwischen Hertha BSC und Gelsenkirchen in Berlin.

Vor damals gerade einmal 6.000 Zuschauern konnte die Hertha das Spiel am Ende klar mit 3:0 für sich entscheiden. Problem an der Sache war, dass an zwei Toren der ungarische Spieler Zoltan Varga direkt beteiligt war. Dieser Zoltan Varga war im Skandal der Vorsaison beteiligt und wurde, höchst umstritten, vom DFB mit einer Vorsperre belegt, da seine offizielle Verhandlung noch ausstand. Diese Vorsperre jedoch stand auf sehr wackligen Füßen, so dass es die Hertha, bzw. der Anwalt von Varga vor dem Berliner Landesgericht erwirken konnten, dass diese Vorsperre außer Kraft gesetzt wurde. Diese Entscheidung wurde auch noch kurz vor dem Spiel von einem weiteren Gericht bestätigt.

Varga war also für dieses Pokalspiel offiziell von einem Gericht als Spielberechtigt ernannt worden, weshalb ihn dann Trainer Helmut Kronsbein auch eingesetzt hat. Man war sich bewusst, dass man damit ein Risiko einging, da der DFB, auch schon zu damaligen Zeiten, es nicht gern sah, wenn sich die Vereine, außerhalb der eigenen Sportgerichtsbarkeit, eine Entscheidung zu ihren Gunsten erstritten.

Dass die Gelsenkirchener an diesem Tag keinen besonders motivierten Eindruck machten, könnte daran gelegen haben, dass sie bereits am selben Abend Einspruch gegen dieses Spiel einlegten, dem dann nur gut ein Monat später recht gegeben wurde und das Spiel von einem 3:0 für die Hertha in ein 0:2 für die Gäste umgewandelt wurde.

So weit so gut…. Könnte man meinen. Hertha setzte einen vom DFB gesperrten Spieler ein, der nur durch ein Gerichtsurteil spielte, doch so schwarz/weiß kann man das Ganze nicht sehen. Denn was vielen damals bitter aufgestoßen ist und was den Zorn auf den Königsblauen Verein aus dem Ruhrgebiet hat wachsen lassen ist, dass die Schalker ihrerseits damals gleich mit 7 Spielern, die ebenfalls in den Skandal verwickelt waren, aufgelaufen sind. Diese Spieler waren zwar noch nicht mit einer Vorsperre belegt, was schon für viel Unruhe sorgte, diese Spieler wurden im Nachhinein jedoch gesperrt und teilweise Strafrechtlich belangt, da sie in den Verhandlungen einen nachweislichen Meineid geleistet hatten.

Das der FC Meineid (wie das Team aus Gelsenkirchen lange Zeit von Gegnern benannt wurde) am Ende durch einen Sieg gegen Kaiserslautern sogar den Pokal gewinnen konnten, hat die Antipathie ihnen gegenüber nur verstärkt.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen die Geschehnisse aus den frühen 70er Jahren ein wenig näher bringen.

Zum Spiel am Freitag will ich nicht viel sagen, es ist ein Heimspiel und wie die bisherigen in dieser Saison gelkaufen sind wissen wir ja alle. Doch hoffen wir einfach mal auf das Beste.

In diesem Sinne

Mueggi
OFC Berliner Jungs

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